Zeitzeugenbericht in der Aula
Ein bewegender Einblick in die Vergangenheit
Zeitzeugenbericht in der Aula – Ein bewegender Einblick in die Vergangenheit
Am 24.03.2026 hatten wir in unserer Aula einen besonderen Gast: Einen 85-jährigen Zeitzeugen, der den rund 60 Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen 10. Klassen eindrucksvoll aus seinem Leben berichtete.
Er schilderte seinen Lebensweg von seiner Geburt im Jahr 1941 bis in die heutige Zeit. Besonders bewegend war dabei die Geschichte seiner Pflegeschwester, die für ihn zur Pflegemutter wurde. Seine jüdischen Eltern waren bereits vor den Nationalsozialisten in die Niederlande geflohen. Dort kam er als Frühgeburt zur Welt und verbrachte die ersten sieben Wochen im Brutkasten. Anschließend wurde er bei einer befreundeten Familie untergebracht, während seine Eltern verhaftet wurden und mehrere Lager durchleiden mussten.
Er selbst wuchs bei seiner Pflegefamilie auf. Dass seine Eltern die Zeit überlebten, grenzt an ein Wunder. Später lebte er mit ihnen zunächst bei Verwandten in der Schweiz, bevor er im Alter von 26 Jahren nach Nürnberg zog, um dort zu arbeiten.
Im Anschluss an den Vortrag nutzten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften Herrn Ginsheimer, Frau Kick und Herrn Heinen die Gelegenheit, Fragen zu stellen.
Der Bericht des Zeitzeugen war ein eindrucksvoller Einblick in eine schwere Zeit der Geschichte. Auch wenn er selbst vor dem Schlimmsten bewahrt blieb, verlor er viele Verwandte – allein aufgrund ihres jüdischen Glaubens oder, wie im Fall der Opfer von Hadamar, wegen einer Behinderung.
Wir freuen uns, dass Herr Krakenberger im Mai erneut zu uns kommen wird.
Ein besonderer Dank gilt auch dem Organisator Herrn Udo J. Winkler und seiner Frau.








