HOKISA – Homes for Kids in South Africa

HOKISA und unsere Schule
Manche wissen gar nicht, warum wir an einem Tag im Jahr Geld verdienen. Wir spenden das Geld an HOKISA.
HOKISA (HOmes for KIds in South Africa) liegt in einem Township von Kapstadt, in Masiphumelele. Es ist eine Heimat für Kinder, die HIV haben oder die Eltern verloren haben.

HIV und AIDS
Das HI-Virus wird durch Geschlechtsaustausch oder Blutübertragung weitergegeben. Wenn man das Virus nicht mithilfe von Medikamenten daran hindert, sich im Blut zu vermehren, erkrankt man irgendwann an der tödlichen Krankheit AIDS. Die Kinder in HOKISA kriegen alle Medikamente, die sie gegen AIDS schützen. Es könnte nämlich sein, dass sie das HI-Virus in sich haben. Es kann schon im Mutterleib über das Blut weitergegeben werden.

Gründung im Jahr 2002
Wir, die Nelson-Mandela-Schule Dierdorf, sind schon seit der Gründung vor 15 Jahren mit HOKISA befreundet und sammeln Spenden für die Kinder dort. Am Weltaidstag 2002, am 1. Dezember, wurde das Kinderhaus offiziell eröffnet. Sogar der berühmte Erzbischof Desmond Tutu, den in Südafrika alle Tata Tutu – Vater Tutu – nennen, wurde zu der Feier eingeladen. Er kündigte sich mit folgenden Worten an: „Of course I’m coming. Twelve o’clock. Tata Tutu“. Er kam tatsächlich und gab dem Haus seinen Segen. Eine Gedenktafel an der Wand erinnert an das Einweihungsfest.

Unsere Spende 2017
Jetzt haben wir Lutz van Dijk, einem der Gründer von HOKISA, einen Scheck über 7500 Euro übergeben, zusammen mit einem kleinen bedeutungsvollen Bild, welches unser Kunstlehrer Herr Gramowski entworfen hat. Das kann Lutz van Dijk nun zusammen mit dem Scheck nach Südafrika mitnehmen. Zum Dank für unsere regelmäßigen Spenden hat Lutz van Dijk uns eine selbstgemachte Puppe, ein Geschenk der Kinder, mitgebracht. Als Erklärung dafür, dass die Puppe ein weißes Gesicht hat, haben die Kinder von HOKISA ihm erklärt, dass man doch sonst Augen und Mund nicht erkennen könne.

Hanna, Larissa, Mira und Xenia

Links

Verantwortlich

Melanie Erlenbach

Hokisa-Koordination

Die Kinder von HOKISA

Momentan leben 21 Kinder bei HOKISA. Eigentlich dürfen in dem Haus nur 20 Kinder aufgenommen werden. Aber es werden auch keine weggeschickt, wenn sie gebracht oder gefunden werden.

Manchmal weiß man nicht einmal ihren Namen. Dann bekommen sie von den Hausbewohnern einen. Die Namen der Xhosa – einer Einwohnergruppe Südafrikas – haben meist eine Bedeutung. Einige davon sind sehr lustig und liebevoll. Das zeigen folgende Beispiele:

  • Ayakha (der Baumeister)
  • Sive (das Leben)
  • Panana (süßer kleiner Kuchen)
  • Kwanele („Genug“: so hieß das achte Kind einer Mutter, die wohl dachte, jetzt seien es genügend Kinder)

Die Bewohner leben übrigens in verschiedenen Häusern. Sie sind in zwei verschiedene Altersgruppen aufgeteilt, die unter 12-Jährigen und die darüber. Sie leben in getrennten Häusern. Das jüngste Mädchen, Anne, ist gerade einmal acht Monate alt, der älteste Junge, Kevin, ist 17.

Cim, Michelle, Larissa und Xenia

Wofür das Geld verwendet wird

Das Geld wird für Lebensmittel und Medikamente gebraucht. Denn wenn die Kinder keine gute Ernährung und Medikamente bekommen, sterben sie.

Auch für die Anschaffung von Fahrrädern und den Bau eines kleinen Fahrradschuppens soll diesmal das Geld eingesetzt werden. Damit fahren die Kinder dann in ihrer Freizeit. Im Winter, hat uns Lutz van Dijk versprochen, schicken sie uns ein Foto, wie sie mit den Fahrrädern fahren. Warum im Winter? Ganz einfach: Wenn wir Winter haben, ist dort auf der südlichen Halbkugel Sommer.

Aber die Kinder haben nicht nur Freizeit, nein, sie gehen auch zur Schule wie wir. Allerdings dürfen sie nur in die Schule gehen, wenn sie eine Schuluniform haben. Dafür wird auch immer wieder Geld gebraucht und das von uns gesammelte Geld dann auch manchmal verwendet.

Laura S., Larissa, Lea und Xenia

Das wollten wir von Lutz van Dijk wissen

Bei dem Besuch von Lutz van Dijk haben wir gefragt, was mit dem gesammelten Geld passiert und ob es ausreichend ist. Herr van Dijk antwortete, dass sie von dem gesammelten Geld Essen, Getränke, Schulmaterial, Geburtstagsgeschenke und auch Fahrräder o.ä. kaufen. Das Geld reicht dafür völlig.

Außerdem wollten wir wissen, was die Kinder den ganzen Tag machen und wie das Leben im HOKISA-Haus aussieht. Die Kinder gehen wie wir ganz normal zur Schule und machen nachmittags Hausaufgaben. Nach den Hausaufgaben gehen sie nach draußen zum Spielen oder haben freie Zeit im Haus. Die Älteren dürfen bis 20.00 Uhr draußen bleiben und die Jüngeren dürfen nur bis 18.00 Uhr draußen bleiben.

Lutz van Dijk erzählte uns, dass eines der Lieblingsspiele der Kinder Rennen mit Autoreifen sind. Das geht so: Man rollt die Autoreifen, und der, welcher am längsten rollt, hat gewonnen. Das ist wahrscheinlich ein lustiges Spiel.

Wenn die Kinder Geburtstag haben, bekommen sie wie fast jedes Kind Geschenke. Es gibt eine kleine Feier mit Kuchen.

Weil den Kindern dort geholfen wird, fühlen sie sich gut und können wieder fröhlich mit den anderen spielen. Also kurz gesagt: Den Kindern geht es sehr gut dort. Und wir sind sehr froh, dass wir dort helfen können und immer wieder Aktionen für HOKISA machen. Unsere Partnerschaft besteht jetzt schon seit 15 Jahren, seit der Eröffnung des Heims.

Cim, Larissa, Laura S., Lea, Michelle und Xenia

Ein Film über HOKISA

In dem abschließenden Film konnte man die Entwicklung des Kinderheims HOKISA vom Anfang bis heute miterleben. Er zeigte Aufnahmen von der Eröffnung, bei der Vater Tutu dabei war und dem Haus seinen Segen gab.

Außerdem haben wir Eindrücke von dem Gelände bekommen und viel über die Kinder, die dort leben, erfahren. Man konnte sehen, dass sich die Kinder dort sehr wohlfühlen. Viele der Kinder in dem Heim sind noch klein.

Besonders beeindruckte uns eine junge Frau, die mit 6 Jahren zu Hokisa gekommen ist. Mittlerweile ist sie 22 Jahre alt, hat eine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht und hilft jetzt im Team mit.

Cim, Jessica, Michelle und Shary